DER WEG DES KREISES
VON MANITUNQUAT

 

Manitunquat, der 1929 als Sohn eines indianischen Vaters und einer weißen Mutter geboren wurde, lebt an der Ostküste der USA. Er bekam von den Ältesten seiner Kultur den Auftrag, auf der Basis indianischen Wissens als Mittler zwischen der traditionell indigenen und der modernen Welt zu wirken.

Durch den Kern des Buchs „Der Weg des Kreises“ von Manitunquat wurde ich inspiriert. Manitunquat hat den traditionellen Kreis aus seiner Kultur in die „moderne Welt“ gebracht. Da das Buch im Jahre 1997 erschienen ist, und die „moderne Welt“ sich seitdem auch verändert hat, nehme ich nur einiges davon als Anregung, um eigenes zu kreieren und es zu leben. Der Wesenskern bleibt trotz der Eigenkreation erhalten.

Der Weg des Kreises ist eine Möglichkeit Menschen in einem Kreis zusammenzubringen. Es geht um die Kunst des Zuhörens, den Umgang mit Gefühlen, Heilung, Konflikt- und Problemlösung und um innere Wandlung. Der Weg des Kreises kann schon ab 2 Personen praktiziert werden. Dies hat Auswirkungen in den unterschiedlichsten Bereichen, wie z.B. Familie, Gemeinschaft, Sozialverhalten, Kreativität.

Wenn wir uns nicht ändern, spricht vieles dafür, dass wir die Erde, die Natur und uns selbst zerstören.

Der Kreis ist ein Weg/Hilfsmittel (was auch immer), um z.B.:
das ich ins wir,
das Gegeneinander ins Miteinander,
den Widerstand in Annahme zu wandeln.

Als wesentliche Grundlage für den Kreis beschreibt Manitunquat den gegenseitigen Respekt. Respekt für alles, Respekt für alle anderen und für einen selbst. Sich aus Respekt gegenseitig zuhören, ohne zu unterbrechen oder zu argumentieren und jede Aussage mit ins Herz nehmen.

Mir gefällt die Idee, dass jeder Teilnehmer eines Kreises „mit-leitet“. Im Kreis gibt es keine Hierarchie von Macht. Jeder Teilnehmer ist gleichwertig. Die „Alten“ können ihre Weisheit einbringen und die „Jugend“ ihre Ideen und ihr Feuer. Somit kann jeder seinen Horizont erweitern.

Manchmal kann der Kreis auch einfach eine Struktur sein, die man zu Beginn eines neuen Projektes wählt, z.B. in einer Firma, Schule oder Gemeinschaft.

Der Mittelpunkt des Kreises oder die Grundlage ist der innere Respekt/Achtung. Wenn in diesem Kreis jemand spricht, wird dieser Person die ganze Aufmerksamkeit gegeben. Respektieren heißt dabei nicht, dass man unbedingt einer Meinung ist. Sondern der redenden Person zuhört, ihr Raum gibt sich auszudrücken und die Höflichkeit spiegelt sich im sorgfältigen Zuhören wieder. Dadurch können die anderen erkennen, wie die sprechende Person denkt und fühlt und dies erweitert unser Bewusstsein.

Oft haben Menschen Angst, das was sie denken, fühlen und tun offen darzulegen, weil andere darüber vielleicht urteilen, es verachten oder sie demütigen könnten. Durch einen respektvollen Umgang werden diese Ängste sich reduzieren, wenn Menschen hören, wie andere sich trauen Dinge zu sagen, die akzeptiert statt verurteilt zu werden. Dadurch kann ein Raum entstehen in dem sich die Angst auflöst.

Es ist bereichernd, wenn möglichst viele Menschen die Kunst des Zuhörens wiederentdecken.
Zuhörer, - im Zustand der Achtsamkeit und Präsenz - sind unterstützende Zuhörer.

Wenn Ihr Interesse durch das Lesen dieser Zeilen geweckt wurde und Sie den „Weg des Kreises“ kennen lernen möchten, dann schicken Sie mir bitte eine
E-Mail mit Ihrer Telefonnummer unter der ich Sie erreichen kann. Ich werde mich dann bei Ihnen melden, um Weiteres mit Ihnen zu besprechen, oder Sie rufen gleich an (ggf. bitte auf den AB sprechen).

Anfangs werde ich diese Kreise „an-leiten“, da mehr Struktur hilfreich sein kann. Je weniger Struktur benötigt wird, um so mehr werde ich „mit-leiten“.

 

Gern können Sie mit mir auch individuelle Termine abstimmen.